SEK vs. Frontal21 und Panorama ODER: Killerspiele und die Medienhetze 0
-= Verhaltensbestimmende Faktoren wie sie die Medien propagieren =-
Wir verknüpften also unsere Ethikaufgabe mit unserem Bedürfnis auch mal was zu diesem Thema zu äußern. Wir behandelten die Aufgabe an einem sehr konkreten Beispiel: Wie die Medien Einfluss auf uns nehmen und auch hier haben wir uns nur einem konkreten Gebiet gewidmet, den „Killerspielen“.
Auch wenn die Hetzjagd gegen diese „Killerspiele“ in letzter Zeit wieder nachgelassen hat, besteht für uns kein Zweifel, dass Sendungen wie Frontal 21 oder Panorama ihre Spuren in den Köpfen der Menschen hinterlassen haben. Vor Jahren schon, jetzt wieder und wahrscheinlich auch in nächster Zukunft. Wie sollte es auch anders sein bei diesem Propaganda-Charakter, von einer objektiven Berichterstattung weit entfernt, die unterstützende Meinung in den Vordergrund gestellt und die überzeugenden Gegenstimmen nicht zu Wort kommen lassend oder wenn doch, dann aus dem Zusammenhang gerissen, wodurch die eigentliche Aussage verdreht wird.„Je brutaler, je realistischer, desto besser.“, so wird die Sendung Panorama eingeleitet – eine reißerische Aufmachung in Bild-Manier, die ein paar etwaige Aussagen als Gesetz hinstellt, nach welchem jeder Spieler handeln würde, was natürlich vollkommener Schwachsinn ist.
Dass vor allem „Killerspiele“ zur normalen Freizeitbeschäftigung geworden wären, ist eine weitere Behauptung die so nicht stimmt, da die Verkaufzahlen von diversen Shootern wesentlich geringer sind als die von anderen, in Deutschland gesamt sogar nur 3 bis 4% ausmachen (Zahlen nach Welt der Wunder). Es wird zwar angedeutet, dass die Wirkung umstritten sei, wodurch dem Zuschauer erstmal Objektivität vorgetäuscht wird, jedoch erfolgt im Weiteren leider eine sehr einseitige Betrachtung des Problems.
Beamte des Kriminalamts, die auch mit den härtesten „Killerspielen“ konfrontiert werden, sitzen natürlich in einem verdunkelten Raum, abgeschottet von der Außenwelt. Dem Zuschauer wird durch diese Darstellung übermittelt, dass etwas Ominöses, Gefährliches von Statten geht – eine weitere Beeinflussung/Manipulation.
Dass kaum Spiele verboten wurden wird erwähnt, aber nicht dass es eine Altersbegrenzung für solche Spiele gibt und auch eingehalten wird. Es sitzen keine pubertierenden Kinder am Rechner und wachsen mit solchen Spielen auf. Außerdem werden zu extreme Eigenschaften des Spiels in den deutschen Versionen grundsätzlich entfernt.Im Frontal 21 – Bericht werden die Ausmaße der Computerspieleindustrie erwähnt, welche allerdings den gesamten Bereich der Spiele umfasst, so auch Renn-, Sport-, Strategiespiele oder Simulationen. Wie bereits geschrieben machen „Killerspiele“ jedoch den geringsten Anteil aus.
Auch hier wird davon ausgegangen, dass sich die Hirnforscher nicht einig sind und wieder wird der Zuschauer getäuscht, denn einzig Prof. Manfred Spitzer darf sich zu Wort melden. Seine Position wird mit seinen letzten Worten (in diesem Bericht) mehr als deutlich: „Ein friedfertiger Mensch der viel Videospiele spielt, ist am Ende gewaltbereiter als ein eher gewaltbereiter Mensch, der gar nicht spielt. <b>Das ist nachgewiesen</B>“. Für eine so dreiste Behauptung hatten wir eigentlich nur ein müdes Lächeln übrig.Als Grundlage zur Anordnung der einzelnen Szenen diente uns das Lied „Helden der Welt“ von Jan Hegenberg (in der Spielerszene relativ bekannt), welcher noch einige andere Lieder über Spiele geschrieben hat. Die Eingängigkeit des Liedes und die Tatsache, dass es (unserer Meinung nach) Hitpotenzial hat, soll zeigen, dass Computerspiele in unserer Gesellschaft einen Platz gefunden haben, ob „Killerspiele“ oder andere. Die Musik im Outro hat auch einen bestimmten Sinn (wie eigentlich alles in dem Video). Der letzte Satz und Text des Liedes fallen übereinander. Es fällt schwer beides mitzubekommen. Dennoch besitzen beide eine Aussage und keine sollte vernachlässigt werden. So wollen wir anregen, sich das Video erneut zu Gemüte zu führen, denn es gibt sicher etwas, was unter ging, jedoch wichtig ist. Darüber sollten die Herren und Damen, die für Panorama und Frontal 21 recherchieren mal gründlich drüber nachdenken! Besonders wichtig ist die Aussage „… und das, meine Lieben, lassen wir uns nicht nehmen.“ Sozusagen unser Schlusswort.Grundsätzlich besteht unser Film aus 4 verschiedenen Bildelementen: Die Berichte, unsere Photos, Trailer und selbst gespielte Szenen.
Die Berichte liefern uns Grund zur Kritik und so schön wie Prof. Spitzer kann das keiner von uns vortragen. Dass wir Trailer und gespielte Szenen verwenden, hat folgenden Grund: Wir wollten einen Unterschied zwischen zuschauen (Trailer) und selber handeln versinnbildlichen, der wie der Zuschauer feststellen muss sehr gering ist. Woraus zu schlussfolgern ist, dass wenn es denn so wäre, wie in den Berichten dargestellt, nicht nur das Spielen, sondern das anschauen von Gewaltdarstellungen, nicht nur im Film, sondern genauso im täglichen Leben wie zum Beispiel in den Nachrichten, eine Gefahr darstellen müsste.
Unser Gruppenbild zeigt uns mit Heiligenschein, als Symbol der braven Jungs und steht somit im totalen Gegensatz zu den Aussagen der Berichte und muss dementsprechend oft wiederholt werden, soll ja auch was hängen bleiben beim Betrachter. Dass es zu „Wir sind die Helden der Welt.“ kommt, lässt auf irgendwas zwischen Überheblichkeit und Selbstironie schließen.Auch die Comic-Sequenz aus Benders “CS Assault Attack – Return Of The Unskilled“ demonstiert, dass Spieler Humor besitzen und keine blutrünstigen Monster sind, die an ihren Monitoren kleben. Es stellt auch keine Gefahr durch Verharmlosung dar.
Wer denn gerne geh’n kann, dürfte jedem klar sein. (Für die die’s nicht mitbekommen haben: All jene, die ein Gesetz zum Verbot von Killerspielen gutheißen.) Ein Verbot der „Killerspiele“ nimmt Verantwortung ab, hilft jedoch keinem. Politiker sollten sich eher Gedanken machen wie man Isolationen junger Menschen vorbeugen oder Perspektiven für Verzweifelte schaffen kann.
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