3 Wochen Bund – ein Kurzbericht (Part I) 0
Ok, nach 3 Wochen ist es nicht gerade einfach noch jedes Detail auf die Reihe zu kriegen, aber ich werd mein bestes geben, damit
ihr euch eine Meinung über das deutsche ‘Militär’ bilden könnt.
1. Woche:
Nachdem wir in der 1. Klase ICE und IC gut in Celle angekommen waren, begrüßte uns vor dem Bahnhof auch schon eine Gruppe junger Männer mit großen
Reisetaschen. Wir gesellten uns mit einem Berliner, den wir im Zug kennengelernt hatten dazu und warteten. Und warteten. Und warteten. Mit einer Verspätung, die meines Wissens nach auch das akademische Viertel überstieg, zeigte sich das erste Mal wie hoch die Latte bei der Bundeswehr bezüglich dem Niveau und eigentlichen deutschen Grundtugenden gelegt wird.
Nagut, der Bus kam dann doch irgendwann und die Traube der Männer auf dem Taxi-Parkplatz
war weiter gestiegen. Welch Zufall oder auch Schicksal, dass die erste Person in Uniform, die sich mir begegnete, eine Frau mit Kurzhaarschnitt war. :-! Sie wies erstmal die Leute in einem äußerst femininen Ton zurecht, dass wir mal hinmachen sollen etcpp. Die Busfahrt begann und die ersten Wichtigtuer machten sich breit. Wir sollten doch unsre Handys ausschalten. Diese Person sollte mir in den nächsten Tagen/Wochen noch symphatischer werden.
In der Kaserne angekommen, wartete auch schon die nächste nette Frau auf uns und wies uns freundlich – wie obige Dame – ein, wo wir hin mussten. Bepackt mit einem Laufzettel ging es nun von Station zu Station. Was sich über die nächsten Tage zog. Die ersten Tage waren also von viel Schreibkram geprägt.
Achja, glücklicherweise kam ich mit meinem Kameraden cannelony sowohl in den gleichen Zug,
als auch in die gleiche Gruppe. Nur bei den Stuben hats nicht gepasst, das heißt wir wohnen
nebeneinander ^^ Aber immerhin.
Was gibt es sonst noch zu der Woche zu sagen? Wir sind die ganze Zeit im so genannten Schlumpf-Anzug (offiziell: Sportanzug) rummarschiert, worunter die Sporttschuhe doch arg leiden mussten, da das syncrone Laufen noch nicht wirklich funktionierte.
Das Marschieren zur Kantine war aber auch eigentlich der einzige ‘Sport’ in dieser Woche. Mehr durften sie uns nicht machen lassen, da wir noch nicht vom Arzt durchgecheckt wurden. Deshalb fiel der 2. Schwerpunkt neben dem Schreibkram auf Unterricht. Das heißt äußerst interessante Stunden, z.Bsp. über die Rechte und Pflichten eines Soldaten etc.
Das absolute Highlight der Woche war aber der Donnerstag. Beginnend mit dem Erhalt der eigentlichen Klamotten und Ausrüstung in Hannover wurden wir nun endlich zumindest äußerlich zu ‘echten Soldaten’. Da dieses Event aber bereits zum Mittag beendet war (der Tag eines Soldaten beginnt ja schließlich um 5) hatten wir noch genügend Zeit um zum Arzt zu gehen. Zu erst zum Zahnarzt und dann zur eigentlichen Hauptuntersuchung. Dies wäre die beste Möglichkeit gewesen, um sich noch ausmustern zu lassen. Aber das nur am Rande ^^ Verbunden mit dem Warten auf gewisse Leute, die nicht urinieren konnten, warteten wir bestimmt rund 4 Stunden vor dem Sani-Haus. Die einzige Entschädigung dafür waren die Schwestern
Der San-Bereich ist auf dem Kasernen-Gelände gleichzusetzen mit dem Paradies ^^
Zum Wochenabschluss beglückte uns dann noch die Deutsche Bahn mit ihren Streiks, so dass wir nicht direkt nach Leipzig konnten, sondern über Berlin fahren mussten, wo wir letztlich noch Til Schweiger im Bahnhof trafen. Aber ich hab es erst zu spät mitbekommen gehabt
Fazit 1: Das beste an Celle: Der Zug nach Leipzig.
Fazit 2: Das beste an der Woche: Der Freitag.
In diesem Sinne,
bis zu den nächsten Artikeln!
B.Y.

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